btb Taschenbuch Verlag
erschienen: 04/2006
ISBN: 978-3-442-73436-8
495 Seiten
Preis: 14,00 EUR
erschienen: 04/2006
ISBN: 978-3-442-73436-8
495 Seiten
Preis: 14,00 EUR
Mercier, Pascal
Nachtzug nach Lissabon
Roman
Pascal Mercier bezeichnet seine Romanfigur Prado als einen „Goldschmied der Worte“, aber diese Anerkennung gebührt ihm selbst. Mercier gelingt es, seine LeserInnen in die Reflexionen des Erzählers einzubeziehen und die Frage nach den Möglichkeiten des Lebens mit offenem Ausgang zu stellen.
Raimund Gregorius, Lateinlehrer in Bern, trifft eines Morgens im strömenden Regen eine Frau, die ihm das Wort „português“ zuflüstert und eine Telefonnummer auf seine Stirn schreibt. Kurz danach ist sie verschwunden und nichts mehr in Gregorius’ Leben ist so, wie es bisher war. Noch am gleichen Tag entdeckt er in einem Antiquariat das Buch eines portugiesischen Autors namens Prado. Gregorius macht sich auf die Suche nach Prado und fährt mit dem Nachzug nach Lissabon.
Ausgelöst durch ein eigenartiges, aber kaum spektakuläres äußeres Ereignis, beginnt dieser Lehrer Fragen zu stellen, nach dem Leben Prados und seinem eigenen. Er lernt sich kennen durch das Leben des anderen, der so ganz anders gelebt hat als er selbst. Zwei Gegensätze: Ein Mann, der unauffällig, angepasst und in einem Gleichmaß lebt, das von außen beinahe grau aussieht. Und der andere, der die Menschen polarisiert, leidenschaftlich empfindet und schreibt, sich in der Zeit der Diktatur politisch engagiert. Ist es die Faszination des „Andersseins“, die Gregorius anzieht oder sind der Lehrer und der Autor die beiden Kugelhälften, die zusammen die Fülle der Möglichkeiten ergeben? Hat es Prado wirklich gegeben, hat sich Gregorius wirklich auf die Reise gemacht?
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