Lauterwasser, Alexander: WasserMusik
AT Verlag
erschienen: 2005
ISBN: 978-3-03800-237-6
Hardcover
117 Seiten
Preis: 29,90 EUR
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Lauterwasser, Alexander


WasserMusik


Geheimnis und Schönheit im Zusammenspiel von Wasser- und Klangwellen


Als ich diese Bilder auf der Bundesgartenschau 2005 in München gesehen habe, war ich fasziniert und tief berührt. Woher kommt die Übereinstimmung von Wellenmustern mit typischen Naturformen wie drei-, vier- und fünfstrahligen Blüten oder Spiralen? Diese verblüffende Ähnlichkeit führt – je nach Typ des Betrachters / der Betrachterin – schnell zu naturwissenschaftlichen oder metaphysischen Überlegungen.

Zunächst die praktische Erklärung, wie diese Fotos entstanden sind: Wasserschalen mit einem Durchmesser von ca. 30 Zentimetern und einer Wassertiefe von ca. 5 Millimetern werden frei schwingend mit einem Schwingungsgeber gekoppelt, der Impulse von einem Schallwandler erhält. Die Schallquelle ist die menschliche Stimme, ein Instrument oder eine CD. Unter der Wasserschale befindet sich eine Lichtquelle, welche die Wellenberge und -täler für die Kamera sichtbar macht. Je nach Frequenz bildet das Wasser unterschiedliche Muster von Bewegungen, wobei die Wellen in Größe, Form, Laufrichtung und Geschwindigkeit variieren. Das Wasser hat eine ganz eigene Dynamik und Resonanzbereitschaft. Es reagiert auf Schwingungen und Töne, spielt mit und hat damit eine Beziehung zur Welt der Musik. Wie kein anderer Stoff ist es in der Lage, die unstoffliche Wirklichkeit (wie z.B. Musik) in sich zu spiegeln.

Alexander Lauterwasser verweist auf die in verschiedenen Kulturen hergestellte Beziehung von Wasser und Musik, sei es im „Fluss“ der Melodie oder im „Wogen“ des Orchesterklangs und auf die Musik als „Quelle“ der künstlerischen Inspiration. Wasser ist das Motiv vieler Kompositionen und Wasser wurde zu Musik in Wagners „Rheingold“-Vorspiel, Smetanas „Moldau“ oder Händels „Wassermusik“. Lauterwasser bewegt das Wasser u.a. mit gesprochenen Mantras, mit Zither, Flöte und Klangschalen, mit Musik von Bach, Debussy, Mendelssohn-Bartholdy, Ravel, Schönberg, Schubert, Smetana, Stockhausen und Wagner. Die entstandenen Wasserbilder sind so vielfältig wie die genannten Komponisten: Wir sehen Meteoriten, Planeten und Galaxien, Blüten, abstrakte Kunst und Mandalas, fremde Schriftzeichen und Explosionen. Zu den teilweise ganzseitigen Aufnahmen stellt der Autor korrespondierend alte indische und chinesische Abbildungen sowie Texte aus Literatur und Kunst.
Ein Buch zum Nicht-satt-Sehen, zum Versinken, Träumen und Staunen.

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